Vinotarischer Freitag: Rotwein zu Linsen und selbstgemachten Spätzle

In der vierten Runde unseres vinotarischen Freitags servieren wir euch heute klassische Hausmannskost aus Württemberg. Es gibt Linsen mit Spätzle und Wurst. Zu diesem Schmaus genießen wir eine Rotweincuvée vom Weingut Albrecht Schwegler. Wenn ihr euch jetzt fragt Wurst? Warum denn eigentlich Wurst? Das ist doch nicht vinotarisch! Dann habt ihr den Prozess verstanden und wir sind glücklich! Denn es ist richtig: Beim vinotarischen Freitag kochen wir klassische deutsche Gerichte immer fleischlos. Unsere heutige Wurst ist eine vegane Alternative. (Eine vegetarische Wurst geht natürlich auch, aber die war gerade ausverkauft.) Auf geht’s zum Rezept!

Für noch mehr gesundes Essen macht Christina die Spätzle diesmal selbst. Ein riesiger Aufwand. Für dieses Rezept braucht man etwas mehr Zeit und Muße! Wir verwenden Vollkornmehl statt Weißmehl und verleihen unseren Spätzle mit einer Prise Kurkuma noch eine Extraportion „Gesundheit“. Kurkuma werden nämlich anti-entzündliche und anti-oxidative Wirkungen nachgesagt…. Mehr Tipps zur gesunden Ernährung findet ihr auf Christinas Blog www.nutrition-matters.de.

Die Zutaten

Für die Spätzle

300 g Vollkornmehl
100 g Weizenmehl
4 Eier
Wasser nach Bedarf (meist rund 150-200 ml, am besten kohlensäurehaltig)
Salz & Pfeffer
Etwas Kurkuma oder verschiedene Kräuter (je nach Geschmack)

Für die Linsen

400 g Berglinsen
1 Zwiebel
1/2 Stange Lauch
ca. 1/4 Sellerie
1 Pastinake
2 Möhren
1-2 Lorbeerblätter
Salz & Pfeffer
ca. 800 ml Gemüsebrühe
3-4 vegetarische Bockwürste

Die Zubereitung

Zutaten für die Spätzle vermengen und zu einem zähflüssige Teig verarbeiten. Ist der Teig zu fest, etwas Wasser nachgießen. Ist er zu flüssig, einfach noch ein wenig Mehl hineingeben. Anschließend den Teig etwas ruhen lassen.

Möhren, Pastinake, Lauch, Zwiebel und Sellerie in kleine Würfel schneiden und mit etwas Öl anbraten. Mit Brühe ablöschen und Linsen und das Lorbeerblatt hineingeben. Linsenmischung rund 30 Minuten köcheln lassen (je nach Linsenart und ob sie vorher eingeweicht waren).

Zurück zu den Spätzle: Spätzleteig durch ein grobes Sieb oder eine spezielle Presse in kochendes Salzwasser scharben. Kommen sie an die Wasseroberlfäche, noch etwa eine halbe Minute sieden lassen und dann mit einem Schöpflöffel herausholen. Abtropfen lassen. Wer mag kann seine Spätzle anschließend noch in einer Pfanne rösten – sie werden so etwas knuspriger.

Sind die Linsen gar, werden sie mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt und mit den Spätzle und einer Wurst serviert. In Württemberg reicht man dazu klassischerweise eine Saitenwurst. Da vinotarisch aber fleischlos bedeutet gibt es bei uns die oben angesprochene vegane Wurstalternative aus dem Supermarkt. Mittlerweile könnt ihr beim Thema Wurst vegan und vegetarisch einiges an Produkten ausprobieren. Mehr Infos dazu wie man bei diesem umfangreichen Angebot ein wirklich gutes Produkt erkennen könnt findet ihr jetzt auf Christinas Blog.

Der Wein

Kräftiges Rubinrot im Glas und der Duft von Brombeeren und schwarzen Kirschen: d’r OIFACHE bedeutet ins Hochdeutsche übersetzt „Der Einfache“. Diese Cuvée vom Weingut Albrecht Schwegler ist meiner Meinung nach alles andere als einfach – wenn schon dann einfach gut!
Eine unaufgeregte Rotweinfreude aus Württemberg für jeden Tag.  
Die saftige Fruchtigkeit des Rotweins macht das Gericht noch lebendiger und passt gut zu den süßen Aromen von Möhre und Pastinake sowie der Würzigkeit von Zwiebel und Petersilie. Seine gut eingebundene Säure ist ein toller Gegenpart zum aus Mehl und Eiern gefertigten und somit relativ geschmacksneutralen Teig der Spätzle.  

Das Weingut Albrecht Schwegler aus Korb bei Stuttgart war für mich meine persönliche deutsche Weinentdeckung des letzten Jahres. Ganz unverhofft bin ich im Rahmen der ausgefallenen ProWein an ein paar Musterflaschen von Winzer Aaron Schwegler gekommen und war sofort hellauf begeistert. Seine Weine haben durch die Bank weg so viel Charakter und Tiefgang da muss man sich für jede ganz besonders viel Zeit lassen – auch wenn außen d’r Oifache draufsteht 😉
Mein Tipp: Bei den Rotweinen mal den Granat und bei den Weißweinen die Cuvée Grauburgunder Chardonnay probieren. Beide unterschiedlich lange gereift im Barrique. Ein nachhaltiger Genuss für einen besonderen Abend!

Mehr Infos zum Weingut findet ihr auf:


albrecht-schwegler.de

Artikel zu: Württemberg, Rotwein, vegan, Rezept

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