Vinotarischer Freitag: Weiß und Rosé zu Thüringer Klößen

Heute gibt es am vinotarischen Freitag Thüringer Klöße mit einer Pilzrahmsoße und einem Kohlrabi-Carpaccio. Garnicht so einfach solche Kartoffelklöße selbst zu machen… da kam ich mächtig ins Schwitzen. Aber einfach kann ja schließlich jeder! Wir wollen uns ja weiterentwickeln. Dazu verkosten wir zwei frische Weine aus der noch eher wenig bekannten deutschen Anbauregion Saale-Unstrut. Wir freuen uns über einen trockenen Müller-Thurgau und einen Blauen Zweigelt Weißherbst aus dem Weingut Pawis aus Freyburg.

Die Zutaten

2 kg Kartoffeln mehlig kochend
2-3 Kohlrabi
ca. 10 braune Champignons
2 Schalotten
1 Bund frische Petersilie
1 Scheibe Graubrot
250 ml Sahne
Mehl
Butter
Sojasoße
Worcestersoße
Gemüsebrühe (Pulver)
Salz
Pfeffer

Die Zubereitung

Brot in kleine Würfel schneiden und mit Butter in einer Pfanne anrösten.
Kartoffeln schälen.
Kohlrabi schälen.
Schalotten schälen und in kleine Ringe schneiden.
Pilze waschen und vierteln.

1/3 der Kartoffeln kochen, abkühlen lassen und dann mit etwas Wasser zu einem Püree stampfen.
2/3 der Kartoffeln fein reiben. Masse gut abtropfen lassen und restliche Flüssigkeit mit einem Küchenhandtuch auspressen. Wasser auffangen und warten bis sich die Kartoffelstärke am Boden der Schüssel abgesetzt hat. Flüssigkeit vorsichtig abschütten und Stärke entnehmen.
Jetzt alle drei Komponenten miteinander vermengen: Püree, geriebene Kartoffelmasse und Stärke. Alles sollte zu einer nicht zu flüssigen und gut klebenden Masse verarbeitet werden. Daraus dann kleine Bälle formen.


Mein Tipp: Erst einmal einen Probekloß in siedendes Wasser geben, kurz aufkochen und dann ca. 30 Minuten garen lassen. Wenn die Klöße oben schwimmen dennoch ein wenig weiter ziehen lassen.
Sollte der Probekloß zerfallen (was mir auch passiert ist) noch ein wenig Mehl in die Kartoffelmasse geben. Das Mehl bindet noch vorhandene Flüssigkeit in der Masse. Jetzt können die restlichen Klöße gegart werden.

Eine Kohlrabi kurz kochen (nicht zu weich werden lassen). Die restlichen Kohlrabi in kleine Stücke schneiden und separat in etwas Gemüsebrühe kochen.
Die ganze gekochte Kohlrabi abkühlen lassen und dann mit einer Reibe in ganz feine Scheiben schneiden.
Die Kohlrabistücke mit ein wenig Brühewasser mit dem Pürierstab zerkleinern. Petersilie waschen, Stiele entfernen und hinzugeben. Alles weiter mit dem Pürierstab mixen bis eine feine, grüne Soße entsteht. Noch einen Schuß Sahne sowie Salz und Pfeffer hinzufügen.

Schalotten in der Pfanne mit Butter anbraten. Dann die Pilze dazugeben. Mit etwas Sahne ablöschen. Dann mit Worcester- und Sojasoße sowie Salz und Pfeffer abschmecken.

Zum Abschluss noch Butter in eine Pfanne geben und darin etwas Paniermehl kross braten.

Nun wird alles zusammen angerichtet: die Kohlrabischeiben wie einen Spiegel auf dem teller anrichten. Darauf die Kohlrabi-Petersilien-Soße verteilen. Kloß daraufsetzen und oben auf den Kloß eine Haube aus Paniermehl setzen. Drumherum die braune Pilzrahmsoße geben.

Fertig 🙂

Die Weine

Zu unseren Thüringer Klößen probieren wir zwei Weine aus der Weinregion Saale-Unstrut. Das kleine Anbaugebiet liegt im Bundesland Thüringen, bietet eine Vielfalt an Rebsorten und ist außerdem die nördlichste aller deutschen Weinregionen. Zu unseren Klößen und der braunen sowie grünen Soße probieren wir zwei Weine: Einen trockenen Müller-Thurgau und einen Weißherbst aus Blauer Zweigelt – eine Rebsorte die eigentlich heimisch in Österreich ist. Übrigens bedeutet der Begriff Weißherbst nur, dass es sich um einen Rosé handelt, der aus nur einer Sorte Trauben gekeltert wurde.
Im Weingut Pawis, aus dem die beiden Weine stammen, kann man übrigens auch Urlaub machen und genießen.

Zu unserem Gericht hat mir tatsächlich der Weißwein besser gefallen. In der Nase süßlich und fruchtig, sehr offen auch im Geschmack. Der Müller-Thurgau ist aromenstark, passt aber dennoch sehr gut zur leicht süß erscheinenden Kohlrabi-Soße. Das knusprige Paniermehl bringt einen schönen Kontrast und die Säure belebt das etwas cremig und zart daherkommende Gericht. Alles in allem eine schöne und vor allem für uns nicht alltägliche Kombination.

Den Weißherbst mit seinen Aromen von Erdbeeren und anderen roten Früchten würde ich eher als Aperitif vor dem Essen trinken. Zu unseren Klößen mit den beiden cremigen und kräuterwürzigen, süßen Noten passte die Aromatik des Rosés leider nicht.
Aber es hat Spaß gemacht einfach mal zu experimentieren und solche Unterschiede herauszuarbeiten.

Mehr Infos zum Weingut Pawis findet ihr hier:

weingut-pawis.de

Mehr Infos zu gesunder Ernährung findet ihr auf Christinas Blog:

nutrition-matters.de

Artikel zu: Saale-Unstrut, Rezept, vegetarisch

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