Mon tour du vin (1/5): Ein Chablis in Auxerre

Das beschauliche Auxerre liegt ganz im Norden von Burgund. Die kleine Stadt mit den vielen Fachwerkhäusern am Ufer der Yonne hat, wie so viele französische Städte, eine sakrale Sehenswürdigkeit: Die Kathedrale Saint Etienne gilt als das Hauptwerk der burgundischen Gotik. Sie ist wirklich beeindruckend, vor allem, wenn man durch den Seiteneingang – einer Minitür in einem riesigen alten Holztor – aus 35 Grad Außentemperatur in die kühle Stille tritt. Die Gegend ist natürlich auch bekannt für ihre außergwöhnlichen Weine und deshalb die erste Etappe meiner tour du vin!

 

Wie der Name schon vermuten lässt, stammt aus der Gegend um Auxerre die weiße Traubenart Auxerrois. Obwohl ihre säurearmen, milden Weine auf dem deutschen Markt gerade an Popularität gewinnen, wird Auxerrois hier schon lange nicht mehr angebaut. Der bekannteste Wein der Gegend ist heute der Chablis, ein Weißwein, der aus der Chardonnay-Traube hergestellt wird, sich aber stark von den klassischen Chardonnay-Weinen unterscheidet.

 

 

 

Ich muss gestehen, dass ich Chablis hier zum ersten Mal koste. Die Unterschiede zu einem Chardonnay schmecke ich trotzdem sofort. Den Chablis würde ich persönlich eher mit einem Riesling vergleichen. Allein diese helle, fast weiße Farbe im Glas ist schon ein enormer Unterschied zu den gelben Chardonnays die ich sonst kenne. Dazu das Kühle, die auffällige Säure, die reduzierte Frucht… Alles in Allem ist er schwieriger zu trinken, als ein sonnenverwöhnter Chardy aus Übersee. Bei 35 Grad ist der gut gekühlte Chablis allerdings eine willkommene Abkühlung.

Wenn ihr euch eine Flasche Chablis gönnt, gibt es vier unterschiedliche Klassifizierungen, auf die ihr beim Kauf achten könnt:

  1. Weine mit der Bezeichnung Petit Chablis AOC werden in den äußeren Randregionen des Anbaugebietes hergestellt. Sie haben meist mehr Säure und kosten in der Regel unter 10 Euro pro Flasche. Das AOC ist ein Schutzsiegel. Es steht für Appelation d’Origine Controllée, also eine kontrollierte Abfüllung.
  2. Chablis AOP sind die klassischen Chablis-Weine. Die größten Flächen in der Region bringen diese Weine hervor, die meist nicht über 15 Euro pro Flasche kosten. Das AOP ist auch ein Schutzsiegel. Es steht für Appelation d’Origine Protegée und ist das höchste französische Weinsiegel.
  3. Die Premier Cru Chablis AOP sind schon besonders hochwertige Chablis-Weine, die in den privilegierteren Lagen des Anbaugebietes rund um die Stadt Chablis wachsen. Hier bezahlt ihr pro Flasche sicherlich 20 Euro und mehr.
  4. Der Grand Cru Chablis ist die Spitzenklasse. Diese Weine werden, je nach Einstellung des jeweiligen Kellermeisters, oftmals sogar im Eichenfass ausgebaut, wodurch sich die Charakteristik des Chablis natürlich wiederum verändert. Für eine Flasche dieser Art muss man schon tief in die Tasche greifen… Das wird auch schon mal dreistellig.

Ich finde Auxerre und die Chablis Region sind eine Reise wert! Weitere Infos findet ihr im Netz unter:

Touristeninformation Auxerre

chablis-weine.de

A votre santé!

 

Und hier nochmal alle Etappen meiner TOUR DU VIN 2017 im Überblick:

(1/5) Ein Chablis in Auxerre

(2/5) Pomerol ist toll!

(3/5) Whitewine with the fish!

(4/5) Laissez-faire mit Jurancon

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4 Gedanken zu „Mon tour du vin (1/5): Ein Chablis in Auxerre“

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